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Generalunternehmer & Projektsteuerung

Sanierung eines Mehrfamilienhauses: So lassen sich mehrere Wohnungen sinnvoll koordinieren

Mehrfamilienhaus sanieren: Wie Eigentümer mehrere Wohnungen, Gewerke und Bauabschnitte sinnvoll koordinieren und welche Maßnahmen gemeinsam geplant werden sollten.

RADEX Redaktion · Rhein-Main-Gebiet

Mehrfamilienhaus mit Gerüst und neuer FassadeKI-generiertes Symbolbild
Inhaltsverzeichnis
  1. Zuerst das gesamte Gebäude betrachten
  2. Leerstehende Wohnungen gezielt nutzen
  3. Bewohnte und freie Bereiche unterschiedlich planen
  4. Der Zeitplan muss mehrere Beteiligte berücksichtigen
  5. Welche Arbeiten sollten gemeinsam ausgeführt werden?
  6. Fördermöglichkeiten rechtzeitig prüfen
  7. Mehr Gewerke bedeuten mehr Schnittstellen
  8. Einheitliche Planung heißt nicht identische Ausstattung
  9. Ein Mehrfamilienhaus braucht einen Gesamtplan

Ein Mehrfamilienhaus zu sanieren ist organisatorisch anspruchsvoller als die Modernisierung einer einzelnen Wohnung. Neben den eigentlichen Bauarbeiten müssen mehrere Wohneinheiten, gemeinschaftlich genutzte Bereiche und möglicherweise bestehende Mietverhältnisse berücksichtigt werden. Gleichzeitig können sich Maßnahmen in einer Wohnung auf andere Gebäudebereiche auswirken. Deshalb sollte bei einer Mehrfamilienhaus-Sanierung nicht jede Einheit isoliert betrachtet werden.

Zuerst das gesamte Gebäude betrachten

Auch wenn der sichtbare Sanierungsbedarf zunächst nur in einzelnen Wohnungen auffällt, können technische Anlagen mehrere Einheiten miteinander verbinden. Leitungsführungen, Elektroinstallationen oder andere Gebäudebereiche enden nicht zwangsläufig an einer Wohnungstür. Bevor einzelne Maßnahmen festgelegt werden, sollte deshalb geklärt werden, welche Arbeiten nur eine Wohneinheit betreffen und welche besser gebäudeweit geplant werden. Der RADEX Mehrfamilienhaus-Check hilft dabei, typische Themen eines größeren Wohngebäudes strukturiert zu betrachten und den möglichen Sanierungsumfang besser einzuordnen.

Leerstehende Wohnungen gezielt nutzen

Wird eine Wohnung frei, kann das ein guter Zeitpunkt für umfangreichere Arbeiten sein. Badezimmer, Böden oder technische Bereiche lassen sich ohne Bewohner einfacher bearbeiten. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob geplante Arbeiten Auswirkungen auf andere Wohnungen oder gemeinschaftliche Bereiche haben. Eine einzelne leerstehende Einheit kann dadurch auch zum Ausgangspunkt für einen größeren, langfristig geplanten Sanierungsabschnitt werden.

Bewohnte und freie Bereiche unterschiedlich planen

Nicht jede Wohnung eines Mehrfamilienhauses steht gleichzeitig leer. Deshalb muss ein Sanierungsplan häufig mit unterschiedlichen Situationen umgehen. Während in einer freien Wohnung umfangreich gearbeitet werden kann, müssen in bewohnten Bereichen Zugänge, Lärm und Nutzbarkeit stärker berücksichtigt werden. Unser Ratgeber Sanierung im bewohnten Haus erklärt genauer, welche organisatorischen Fragen dabei eine Rolle spielen können.

Der Zeitplan muss mehrere Beteiligte berücksichtigen

Bei einem Mehrfamilienhaus hängt der Bauablauf nicht nur von den Handwerkern ab. Auch Zugänge zu Wohnungen, Materialtransport und Arbeiten in gemeinschaftlich genutzten Bereichen müssen organisiert werden. Der RADEX Zeitplan-Check hilft dabei, den geplanten Ablauf und wichtige Abhängigkeiten frühzeitig zu betrachten. Besonders bei mehreren Wohneinheiten ist ein realistischer Zeitplan wichtiger als der Versuch, möglichst viele Arbeiten gleichzeitig zu starten.

Mehrere Wohnungen zu koordinieren?

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Welche Arbeiten sollten gemeinsam ausgeführt werden?

Wenn dieselben technischen oder baulichen Bereiche in mehreren Wohnungen erneuert werden sollen, kann eine gemeinsame Planung sinnvoll sein. Das bedeutet nicht automatisch, dass alle Wohnungen gleichzeitig Baustelle werden müssen. Vielmehr sollte geprüft werden, welche Maßnahmen technisch zusammengehören und welche problemlos in getrennten Bauabschnitten durchgeführt werden können.

Eine solche Sanierung in Etappen kann besonders bei größeren Gebäuden sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die einzelnen Phasen Teil eines Gesamtplans bleiben und spätere Arbeiten nicht dazu führen, dass bereits fertiggestellte Bereiche erneut geöffnet werden müssen.

Fördermöglichkeiten rechtzeitig prüfen

Bei umfangreicheren Modernisierungen eines Mehrfamilienhauses können je nach Maßnahmen auch Förderprogramme relevant werden. Welche Möglichkeiten tatsächlich bestehen, hängt vom konkreten Projekt, den aktuellen Programmen und deren Voraussetzungen ab. Deshalb sollte dieses Thema nicht erst betrachtet werden, wenn Arbeiten bereits beauftragt wurden. Der RADEX Fördermittel-Check hilft dabei, mögliche Förderthemen frühzeitig in die Planung einzubeziehen, ohne eine bestimmte Förderung oder Förderhöhe zu versprechen.

Mehr Gewerke bedeuten mehr Schnittstellen

Sobald Sanitär, Elektro, Innenausbau und weitere Arbeiten in mehreren Wohneinheiten zusammenkommen, steigt der Koordinationsaufwand deutlich. Verschiebt sich ein wichtiger Arbeitsschritt, kann das Auswirkungen auf mehrere Wohnungen und nachfolgende Gewerke haben. Bei Generalunternehmer & Sanierung kann die Umsetzung als zusammenhängendes Projekt organisiert werden, wenn der Eigentümer diese Abstimmung nicht selbst übernehmen möchte.

Einheitliche Planung heißt nicht identische Ausstattung

Bei mehreren Wohnungen kann es sinnvoll sein, technische Standards oder bestimmte Materialien einheitlich zu planen. Trotzdem muss nicht jede Wohneinheit exakt gleich ausgestattet werden. Unterschiedliche Grundrisse, bestehende Modernisierungen oder die zukünftige Nutzung können verschiedene Lösungen sinnvoll machen. Ziel sollte deshalb ein gemeinsamer technischer und organisatorischer Rahmen sein, nicht zwangsläufig eine identische Gestaltung.

Ein Mehrfamilienhaus braucht einen Gesamtplan

Ob ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt am Main, Eschborn, Bad Homburg vor der Höhe oder Oberursel (Taunus) saniert wird, die Herausforderung bleibt ähnlich: Viele einzelne Maßnahmen müssen zu einem funktionierenden Gesamtprojekt werden. Wer jede Wohnung nur dann betrachtet, wenn gerade ein Problem entsteht oder ein Mieter auszieht, riskiert unnötige Doppelarbeiten.

Eine langfristige Planung schafft dagegen die Möglichkeit, notwendige Maßnahmen sinnvoll zu priorisieren und Bauabschnitte miteinander zu verbinden. So kann ein Mehrfamilienhaus Schritt für Schritt modernisiert werden, ohne dass bei jeder einzelnen Wohnung wieder bei null begonnen werden muss.

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