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Elektrotechnik & Gebäudetechnik

Wallbox nachrüsten: Was bei Elektroinstallation und Hausanschluss vorher geprüft werden sollte

Wallbox nachrüsten: Welche Voraussetzungen an Elektroinstallation, Hausanschluss und Leitungsweg vor der Installation geprüft werden sollten.

RADEX Redaktion · Rhein-Main-Gebiet

Wallbox an der Garagenwand mit ZuleitungKI-generiertes Symbolbild
Inhaltsverzeichnis
  1. Erst die Voraussetzungen prüfen, dann die Wallbox auswählen
  2. Sicherungskasten und neue Verbraucher gemeinsam betrachten
  3. Der Leitungsweg kann über den Aufwand entscheiden
  4. Heute einen Ladepunkt planen und morgen noch Möglichkeiten haben
  5. Wallbox, Photovoltaik und Gebäudetechnik nicht getrennt denken
  6. Was bei einem Altbau besonders wichtig wird
  7. Der beste Zeitpunkt liegt vor fertiger Einfahrt und Garage
  8. Elektrofachbetrieb und Sanierungsablauf müssen zusammenpassen
  9. Wallbox bei der Sanierung früh mitdenken

Das Elektroauto steht vor der Tür, die Garage ist vorhanden und an der Wand befindet sich sogar eine Steckdose. Trotzdem kann dort nicht einfach irgendeine Wallbox montiert und angeschlossen werden. Wer eine Wallbox nachrüsten möchte, sollte zuerst klären lassen, ob die vorhandene Elektroinstallation zum geplanten Ladepunkt passt. Besonders sinnvoll ist diese Prüfung, wenn ohnehin eine Haussanierung ansteht. Dann können Sicherungskasten, Leitungswege und mögliche spätere Erweiterungen gemeinsam betrachtet werden, bevor Wände, Einfahrt oder Garage fertiggestellt sind.

Erst die Voraussetzungen prüfen, dann die Wallbox auswählen

Viele Eigentümer beginnen mit der Frage, welche Wallbox sie kaufen sollen. Für die Planung ist zunächst eine andere Frage wichtiger: Was kann und soll die vorhandene elektrische Infrastruktur leisten? Der RADEX Wallbox-Check hilft dabei, den geplanten Ladepunkt früh in das Sanierungsprojekt einzuordnen. Anschließend muss ein qualifizierter Elektrofachbetrieb die konkrete Anlage beurteilen und festlegen, welche technischen Voraussetzungen für die Installation geschaffen werden müssen. Gerade bei älteren Häusern lohnt sich dabei ein Blick auf die gesamte Elektrostruktur. Wurde die Installation über viele Jahre nur abschnittsweise verändert, kann der Zustand in Garage, Keller und Wohnbereich unterschiedlich sein. Im Ratgeber Elektroinstallation im Altbau erneuern erklären wir ausführlicher, warum das Baujahr allein noch keine ausreichende Aussage über den tatsächlichen Zustand der Elektrik erlaubt.

Sicherungskasten und neue Verbraucher gemeinsam betrachten

Eine Wallbox kommt als zusätzlicher elektrischer Verbraucher zur bestehenden Gebäudetechnik hinzu. Deshalb sollte die vorhandene Verteilung früh in die Planung einbezogen werden. Der RADEX Elektro-Check hilft dabei, dieses Thema nicht isoliert zu betrachten, sondern gemeinsam mit weiteren geplanten Veränderungen am Gebäude. Ob am Sicherungskasten Anpassungen notwendig werden, welche Schutztechnik erforderlich ist und wie die konkrete Installation ausgeführt werden muss, entscheidet der zuständige Elektrofachbetrieb nach Prüfung der Anlage. Wer gleichzeitig Küche, Heizung oder andere technische Bereiche modernisiert, sollte diese Verbraucher ebenfalls früh nennen. Dadurch kann die Elektroplanung das zukünftige Gebäude berücksichtigen und muss nicht für jede neue Technik erneut begonnen werden. Mehr zur Rolle der Verteilung erklären wir im Ratgeber Sicherungskasten erneuern.

Der Leitungsweg kann über den Aufwand entscheiden

Zwischen Sicherungskasten und Stellplatz können wenige Meter liegen oder mehrere Gebäudebereiche und Außenflächen. Genau deshalb sollte der geplante Standort der Wallbox möglichst früh feststehen. Befindet sich der Ladeplatz in einer angebauten Garage, können andere Arbeiten notwendig sein als bei einem freistehenden Carport oder einem Stellplatz am Grundstücksrand. Besonders ärgerlich wird eine verspätete Planung, wenn eine Einfahrt gerade neu gepflastert, Kellerwände frisch saniert oder Garagenflächen fertiggestellt wurden und anschließend noch ein Leitungsweg geschaffen werden muss. Wer ohnehin saniert, kann diese Arbeiten in der richtigen Reihenfolge koordinieren. Notwendige Leitungswege werden zuerst berücksichtigt und sichtbare Oberflächen anschließend fertiggestellt.

Heute einen Ladepunkt planen und morgen noch Möglichkeiten haben

Eine Elektroinstallation bleibt häufig länger bestehen als das aktuelle Fahrzeug. Deshalb lohnt es sich, nicht ausschließlich an die heutige Situation zu denken. Vielleicht kommt später ein zweites Elektrofahrzeug hinzu, der Stellplatz verändert sich oder weitere Gebäudetechnik wird installiert. Der RADEX Zukunfts-Check hilft dabei, solche möglichen Entwicklungen bereits bei der Sanierung zu berücksichtigen. Das bedeutet nicht, vorsorglich jede denkbare Technik einzubauen. Sinnvoll ist vielmehr zu prüfen, welche vorbereitenden Maßnahmen heute mit überschaubarem Aufwand möglich sind und spätere Erweiterungen erleichtern könnten.

Wallbox, Photovoltaik und Gebäudetechnik nicht getrennt denken

Bei einer umfangreichen Modernisierung können mehrere technische Themen gleichzeitig entstehen. Neben der Wallbox werden vielleicht eine Photovoltaikanlage, neue Heiztechnik oder weitere elektrische Verbraucher geplant. Dann sollte nicht jedes Projekt unabhängig vom nächsten betrachtet werden. Eine abgestimmte technische Planung kann früh zeigen, welche Anforderungen gemeinsam berücksichtigt werden müssen. Die konkrete elektrische Auslegung bleibt dabei Aufgabe der zuständigen Fachbetriebe.

Was bei einem Altbau besonders wichtig wird

Bei einer älteren Immobilie sollte nicht davon ausgegangen werden, dass eine vorhandene Steckdose in der Garage automatisch etwas über die Eignung der gesamten Installation für einen Ladepunkt aussagt. Leitungen, Verteilung und Schutztechnik müssen fachlich beurteilt werden. Das gilt besonders dann, wenn nicht bekannt ist, wann die Elektrik zuletzt umfassend modernisiert wurde. Eine Wallbox kann deshalb ein sinnvoller Anlass sein, die elektrische Infrastruktur im betroffenen Bereich genauer betrachten zu lassen.

Der beste Zeitpunkt liegt vor fertiger Einfahrt und Garage

Wer gerade saniert, besitzt einen großen Vorteil: Leitungswege und technische Vorbereitungen können eingeplant werden, bevor Oberflächen endgültig geschlossen werden. Das gilt für eine Garage genauso wie für Keller, Hauswirtschaftsraum oder Außenbereich. Wird die Wallbox erst Jahre später ergänzt, kann derselbe Leitungsweg deutlich mehr Aufwand verursachen. Deshalb lohnt es sich, das Thema Elektromobilität auch dann anzusprechen, wenn das Elektroauto möglicherweise erst später angeschafft wird.

Haus wird modernisiert und die Wallbox soll gleich vorbereitet werden?

Umsetzung mit RADEX koordinieren

Elektrofachbetrieb und Sanierungsablauf müssen zusammenpassen

Die Prüfung, Fachplanung und Installation einer Wallbox gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Elektrofachbetriebe. Je nach Vorhaben können außerdem Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers relevant sein und müssen konkret geprüft werden. RADEX koordiniert bei größeren Sanierungsprojekten die beteiligten Fachpartner und stimmt Elektroarbeiten mit Innenausbau, Außenarbeiten und weiteren Gewerken ab. Bei Elektrotechnik & Gebäudetechnik geht es deshalb nicht darum, lediglich einen Ladepunkt an die Wand zu bringen. Die notwendige Infrastruktur soll zum Gebäude und zum übrigen Sanierungsprojekt passen.

Wallbox bei der Sanierung früh mitdenken

Ob ein Haus in Hanau, Bruchköbel, Nidderau oder Erlensee modernisiert wird: Wer bereits weiß, dass ein Elektroauto heute oder in Zukunft zu Hause geladen werden soll, sollte das Thema vor Abschluss der Sanierung einplanen. Erst die elektrische Infrastruktur prüfen, dann Standort und Leitungsweg festlegen und anschließend die technische Lösung durch den Fachbetrieb planen lassen. So wird die Wallbox nicht zum nachträglichen Einzelprojekt, sondern sinnvoller Bestandteil einer zukunftsorientierten Gebäudemodernisierung.

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