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Elektrotechnik & Gebäudetechnik

Steckdosen richtig planen: Wie viele Anschlüsse braucht ein modernes Haus?

Steckdosen richtig planen: Wie Eigentümer Anzahl und Positionen an die spätere Raumnutzung anpassen und bei einer Sanierung Reserven berücksichtigen.

RADEX Redaktion · Rhein-Main-Gebiet

Grundriss mit markierten Steckdosenpositionen und SteckdosenmusternKI-generiertes Symbolbild
Inhaltsverzeichnis
  1. Nicht mit einer pauschalen Zahl beginnen
  2. Erst Möbel planen, dann Steckdosen positionieren
  3. Im Wohnzimmer mehrere Nutzungssituationen berücksichtigen
  4. Küche früh und detailliert planen
  5. Homeoffice nicht wie ein normales Schlafzimmer planen
  6. Steckdosen am Bett werden häufig unterschätzt
  7. Im Altbau vorhandene Positionen nicht einfach übernehmen
  8. Nicht nur an die aktuelle Nutzung denken
  9. Stromkreise und Unterverteilung gehören dazu
  10. Elektroplanung vor dem Innenausbau abschließen
  11. Gute Steckdosenplanung fällt später kaum auf

Zu wenige Steckdosen gehören zu den Dingen, die häufig erst nach einer Sanierung auffallen. Dann stehen Möbel an ihrem endgültigen Platz, Fernseher, Schreibtisch und Ladegeräte sind angeschlossen und plötzlich werden wieder Mehrfachsteckdosen benötigt. Wer bei einer Sanierung Steckdosen richtig planen möchte, sollte deshalb nicht einfach die vorhandenen Anschlüsse ersetzen. Entscheidend ist, wie jeder Raum später tatsächlich genutzt wird und welche technischen Anforderungen in den kommenden Jahren hinzukommen könnten.

Nicht mit einer pauschalen Zahl beginnen

Die Frage „Wie viele Steckdosen braucht ein Raum?“ klingt einfach, lässt sich aber nicht sinnvoll mit einer einzigen Zahl beantworten. Ein Gästezimmer hat andere Anforderungen als ein Homeoffice, eine Küche oder ein Wohnzimmer mit umfangreicher Unterhaltungstechnik. Deshalb sollte die Planung von der späteren Nutzung ausgehen. Der RADEX Elektro-Check hilft dabei, den elektrischen Bedarf innerhalb eines größeren Sanierungsvorhabens frühzeitig zu strukturieren und Bereiche zu erkennen, die anschließend durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb genauer geplant werden sollten.

Erst Möbel planen, dann Steckdosen positionieren

Eine gute Elektroplanung beginnt häufig mit dem Grundriss. Wo steht das Bett? An welcher Wand soll der Fernseher hängen? Wo befindet sich der Schreibtisch und an welcher Stelle wird später möglicherweise ein Sideboard oder eine Stehlampe stehen? Ohne diese Informationen können Steckdosen zwar technisch korrekt eingebaut werden, liegen später aber möglicherweise hinter Schränken oder an Stellen, an denen sie kaum genutzt werden können.

Der RADEX Raumplanungs-Check setzt deshalb bei der zukünftigen Nutzung der Räume an. Wer Möbel, Laufwege und Funktionsbereiche früh berücksichtigt, kann Elektroanschlüsse deutlich gezielter positionieren.

Im Wohnzimmer mehrere Nutzungssituationen berücksichtigen

Das Wohnzimmer benötigt häufig Anschlüsse für Fernseher, Router, Unterhaltungselektronik, Lampen und Ladegeräte. Hinzu kommen möglicherweise elektrische Rollläden, Netzwerkanschlüsse oder Smart-Home-Komponenten. Wer nur dort Steckdosen vorsieht, wo heute ein bestimmtes Möbelstück steht, macht die spätere Raumgestaltung unnötig unflexibel.

Sinnvoll kann es sein, verschiedene mögliche Möblierungen mitzudenken. Dadurch muss nicht jede zukünftige Veränderung sofort zu Verlängerungskabeln oder sichtbaren Leitungen führen.

Küche früh und detailliert planen

In der Küche hängen Elektroplanung und Küchenplanung besonders eng zusammen. Kühlschrank, Backofen, Kochfeld, Geschirrspüler und weitere Geräte benötigen passende Anschlüsse. Zusätzlich werden Steckdosen für Kaffeemaschine, Wasserkocher und andere Arbeitsgeräte benötigt. Auch Beleuchtung oder eine Kücheninsel können weitere Anforderungen schaffen.

Deshalb sollte die endgültige Elektroplanung nicht unabhängig von der Küchenplanung erfolgen. Je genauer Gerätepositionen und Arbeitsflächen feststehen, desto besser können die notwendigen Anschlüsse durch den Elektrofachbetrieb eingeplant werden.

Grundriss steht, aber die Elektroplanung noch nicht?

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Homeoffice nicht wie ein normales Schlafzimmer planen

Viele Bestandsimmobilien wurden zu einer Zeit geplant, in der ein dauerhaftes Homeoffice kaum eine Rolle spielte. Heute können Schreibtisch, Monitore, Computer, Drucker, Ladegeräte und Netzwerkkomponenten gleichzeitig benötigt werden. Wer einen Raum künftig regelmäßig als Arbeitsplatz nutzen möchte, sollte diesen Bedarf bereits bei der Sanierung berücksichtigen.

Dabei geht es nicht nur um Strom. Auch eine sinnvolle Daten- und Netzwerkplanung kann helfen, spätere provisorische Lösungen zu vermeiden. Elektro- und Gebäudetechnik sollten deshalb bei solchen Räumen gemeinsam betrachtet werden.

Steckdosen am Bett werden häufig unterschätzt

Im Schlafzimmer werden Anschlüsse heute nicht mehr nur für Nachttischlampen benötigt. Smartphone, Smartwatch, Wecker oder andere Geräte kommen hinzu. Gleichzeitig sollte die Position zur tatsächlichen Bettbreite und Möblierung passen. Wer die Anschlüsse nur anhand eines leeren Raumes festlegt, riskiert, dass sie später direkt hinter dem Bett oder außerhalb des gut erreichbaren Bereichs liegen.

Im Altbau vorhandene Positionen nicht einfach übernehmen

Bei älteren Immobilien wurden Steckdosen häufig für eine völlig andere Nutzung geplant. Deshalb ist es nicht automatisch sinnvoll, bei einer Sanierung jeden vorhandenen Anschluss an derselben Stelle zu erneuern. Zuerst sollte geklärt werden, wie der Raum zukünftig genutzt wird. Zusätzlich sollte bei einer älteren Elektroinstallation der technische Zustand durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb beurteilt werden. Mehr dazu erklären wir im Ratgeber Alte Elektroinstallation im Haus.

Nicht nur an die aktuelle Nutzung denken

Eine Elektroinstallation bleibt in der Regel deutlich länger bestehen als die aktuelle Möblierung. Deshalb lohnt es sich, mögliche Veränderungen mitzudenken. Ein Kinderzimmer kann später zum Büro werden, ein Arbeitszimmer zum Schlafzimmer oder ein bislang kaum genutzter Raum bekommt eine neue Funktion.

Der RADEX Zukunfts-Check hilft dabei, solche späteren Anforderungen bereits in der heutigen Sanierungsplanung zu berücksichtigen. Das bedeutet nicht, vorsorglich überall maximale Ausstattung einzubauen. Sinnvolle Reserven können jedoch verhindern, dass bei jeder Nutzungsänderung erneut größere Eingriffe notwendig werden.

Stromkreise und Unterverteilung gehören dazu

Mehr Steckdosen bedeuten nicht einfach, dass beliebig viele zusätzliche Anschlüsse an eine bestehende Installation gesetzt werden können. Die vorhandene Elektrostruktur muss zum geplanten Bedarf passen. Deshalb sollte ein qualifizierter Elektrofachbetrieb prüfen, welche Stromkreise vorhanden sind und welche Anpassungen notwendig oder sinnvoll werden. Welche Rolle die Verteilung dabei spielt, erklären wir ausführlicher im Ratgeber Sicherungskasten erneuern.

Elektroplanung vor dem Innenausbau abschließen

Der beste Zeitpunkt für die Planung liegt vor dem endgültigen Schließen und Fertigstellen der Wände. Werden zusätzliche Steckdosen erst nach Malerarbeiten, Fliesen oder anderen Oberflächen gewünscht, können vermeidbare Zusatzarbeiten entstehen. Deshalb sollten Möblierung, Anschlüsse und wichtige technische Anforderungen möglichst früh feststehen.

RADEX koordiniert Elektroarbeiten bei größeren Sanierungen mit qualifizierten Elektrofachpartnern und stimmt die notwendigen Schnittstellen mit Innenausbau, Küche, Bad und weiteren Gewerken ab. Bei Elektrotechnik & Gebäudetechnik geht es damit nicht nur um einzelne Steckdosen, sondern darum, die Elektroplanung passend in den gesamten Sanierungsablauf einzubauen.

Gute Steckdosenplanung fällt später kaum auf

Ob eine Immobilie in Hanau, Maintal, Bruchköbel oder Hainburg saniert wird, eine gute Elektroplanung zeigt sich häufig gerade dadurch, dass man im Alltag kaum darüber nachdenken muss. Anschlüsse befinden sich dort, wo sie benötigt werden, Möbel können sinnvoll gestellt werden und Verlängerungskabel bleiben die Ausnahme.

Wer bei einer Sanierung früh über die spätere Nutzung jedes Raumes nachdenkt, kann deshalb mit vergleichsweise einfachen Planungsentscheidungen viel Komfort gewinnen. Die fachliche Auslegung und Ausführung der Elektroinstallation gehört anschließend in die Hände eines qualifizierten Elektrofachbetriebs.

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