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Badsanierung

Barrierefreies Bad planen: Worauf kommt es wirklich an?

Barrierefreies Bad planen: Worauf kommt es bei Dusche, Bewegungsflächen und Ausstattung an und wann sollten Fördermöglichkeiten geprüft werden?

RADEX Redaktion · Rhein-Main-Gebiet

Großzügiges barrierefreies Bad mit BewegungsflächeKI-generiertes Symbolbild
Inhaltsverzeichnis
  1. Barrierearm und barrierefrei ist nicht dasselbe
  2. Die Dusche ist häufig der wichtigste Bereich
  3. Bewegungsflächen nicht mit Möbeln zustellen
  4. WC und Waschtisch langfristig mitdenken
  5. Die Badezimmertür wird gerne vergessen
  6. Förderung frühzeitig prüfen
  7. Was kostet ein barrierefreier Badumbau?
  8. Heute komfortabel, später anpassbar

Ein barrierefreies Bad zu planen bedeutet mehr, als nur eine Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche auszutauschen. Bewegungsflächen, Zugänglichkeit, Waschtisch, WC, Türen und die spätere Nutzung gehören zusammen. Gleichzeitig muss nicht jedes Badezimmer sofort vollständig für jede denkbare Lebenssituation ausgestattet werden. Wer ohnehin saniert, kann aber viele Entscheidungen so treffen, dass das Bad heute komfortabel ist und sich später leichter anpassen lässt.

Barrierearm und barrierefrei ist nicht dasselbe

Im Alltag werden beide Begriffe häufig gleich verwendet. Ein Badezimmer mit niedrigem Duscheinstieg kann deutlich barriereärmer sein als vorher, erfüllt damit aber nicht automatisch bestimmte Anforderungen an ein vollständig barrierefreies Bad.

Das ist besonders wichtig, wenn konkrete Vorgaben eingehalten oder Fördermöglichkeiten genutzt werden sollen. Dann können beispielsweise Bewegungsflächen, Türbreiten oder weitere technische Anforderungen eine Rolle spielen.

Wer sein Badezimmer hauptsächlich für den eigenen langfristigen Komfort umbaut, kann trotzdem von vielen Prinzipien profitieren: weniger Schwellen, gut erreichbare Ausstattung und ausreichend Platz machen ein Bad unabhängig vom Alter angenehmer.

Die Dusche ist häufig der wichtigste Bereich

Ein hoher Badewannenrand kann im Alltag zunehmend unbequem werden. Deshalb entscheiden sich viele Eigentümer bei einer Sanierung dafür, die Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen.

Eine möglichst schwellenarme oder bodengleiche Dusche erleichtert den Einstieg und kann gleichzeitig das Badezimmer offener wirken lassen. Ob sich eine bodengleiche Dusche nachträglich einbauen lässt, hängt im Bestand jedoch von Bodenaufbau, Ablauf und Entwässerung ab.

Auch die Größe ist wichtig. Eine sehr kleine Dusche wird nicht automatisch komfortabel, nur weil sie keinen hohen Einstieg besitzt. Wenn genügend Platz vorhanden ist, sollte die Bewegungsfreiheit innerhalb der Dusche direkt mitgedacht werden.

Bewegungsflächen nicht mit Möbeln zustellen

Bei der Planung wird oft versucht, jeden freien Zentimeter mit Stauraum zu nutzen. Für ein langfristig gut nutzbares Badezimmer kann genau das zum Problem werden.

Vor WC, Waschtisch und Dusche sollte genügend Platz bleiben, um sich bequem bewegen zu können. Das gilt bereits heute – und wird später möglicherweise noch wichtiger.

Ein großer Waschtisch mit zwei Becken sieht auf dem Plan attraktiv aus, kann in einem kleinen Badezimmer aber wertvolle Fläche beanspruchen. Manchmal ist ein kompakteres Modell mit gutem Unterschrank die sinnvollere Lösung.

Wer noch nicht weiß, welche Veränderungen beim vorhandenen Grundriss möglich und sinnvoll sind, kann mit dem RADEX Bad-Check den bestehenden Zustand, die Raumaufteilung und das geplante Vorhaben zunächst einordnen. Dadurch lässt sich besser entscheiden, welche Bereiche bei der Badsanierung tatsächlich verändert werden sollten.

WC und Waschtisch langfristig mitdenken

Nicht nur die Dusche beeinflusst die spätere Nutzung. Auch WC und Waschtisch sollten gut erreichbar sein. Wer eine komplette Badsanierung durchführt, kann deshalb überlegen, ob die vorhandene Anordnung langfristig sinnvoll bleibt.

Dabei muss nicht heute schon jede mögliche spätere Ausstattung montiert werden. Wenn Wände und Installationen ohnehin neu aufgebaut werden, kann es aber sinnvoll sein, zukünftige Anpassungen bereits bei der Konstruktion mitzudenken.

Auch Armaturen sollten einfach erreichbar und bedienbar sein. Dasselbe gilt für Lichtschalter, Steckdosen und häufig benötigte Ablagen.

Die Badezimmertür wird gerne vergessen

Die Tür gehört zum Grundriss. In einem kleinen Badezimmer kann eine nach innen öffnende Tür viel Bewegungsfläche beanspruchen. Im ungünstigen Fall kann sie später sogar zum Hindernis werden.

Ob sich die Türsituation verändern lässt, hängt vom vorhandenen Gebäude ab. Bei einer umfangreicheren Sanierung sollte sie aber zumindest geprüft werden, statt den gesamten Raum ausschließlich um die bestehende Türbewegung herum zu planen.

Gerade bei Bestandsbädern kann eine kleine Veränderung an dieser Stelle einen überraschend großen Unterschied machen.

Förderung frühzeitig prüfen

Wenn die Badsanierung gezielt Barrieren reduzieren soll, können je nach Vorhaben und persönlicher Situation Förder- oder Finanzierungsmöglichkeiten infrage kommen. Welche Maßnahmen berücksichtigt werden und welche Voraussetzungen gelten, kann sich jedoch ändern.

Deshalb sollte die Förderfrage nicht erst gestellt werden, wenn Dusche und Fliesen bereits bestellt sind. Bei entsprechenden Programmen können Antragstellung, technische Anforderungen und Zeitpunkt des Maßnahmenbeginns entscheidend sein.

Mit dem RADEX Fördermittel-Check können Sie frühzeitig prüfen, welche Förderthemen bei Ihrem geplanten barrierearmen oder barrierefreien Badumbau relevant sein könnten.

Eine Förderung sollte dabei nie der alleinige Grund für eine bestimmte Lösung sein. Zuerst muss das Badezimmer zu seinen Nutzern und zum Gebäude passen. Danach wird geprüft, ob die geplanten Maßnahmen zusätzlich förderfähig sein könnten.

Was kostet ein barrierefreier Badumbau?

Die Badsanierung Kosten hängen auch hier stark vom Bestand ab. Wird hauptsächlich die Wanne durch eine besser zugängliche Dusche ersetzt, ist das ein anderes Projekt als eine komplette Neuaufteilung mit veränderten Sanitäranschlüssen.

Zusätzlicher Aufwand kann entstehen, wenn Bodenaufbau, Leitungen oder Türen verändert werden müssen. Gleichzeitig kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, solche Arbeiten direkt bei einer ohnehin geplanten Sanierung zu berücksichtigen, statt das fertige Badezimmer später erneut umzubauen.

Heute komfortabel, später anpassbar

Ein vorausschauend geplantes Bad muss nicht nach Krankenhaus oder Pflegeeinrichtung aussehen. Moderne Gestaltung und gute Zugänglichkeit lassen sich miteinander verbinden.

Gerade Eigentümer in Frankfurt, Darmstadt und im Rhein-Main-Gebiet, die ihre Immobilie langfristig selbst nutzen möchten, können bei einer ohnehin anstehenden Sanierung überlegen, welche Barrieren sich heute bereits vermeiden lassen.

Eine komfortable Dusche, vernünftige Bewegungsflächen und gut erreichbare Ausstattung sind schließlich nicht erst später angenehm. Sie verbessern die tägliche Nutzung von Anfang an.

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