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Ein schöner Waschtisch und hochwertige Fliesen helfen wenig, wenn man sich später jeden Morgen an der geöffneten Badezimmertür vorbeiquetschen muss. Wer einen Badezimmer Grundriss plant, sollte deshalb zuerst überlegen, wie der Raum im Alltag funktionieren soll. Dusche, WC und Waschtisch brauchen nicht nur ihren eigenen Platz, sondern auch ausreichend Fläche davor. Gleichzeitig können vorhandene Wasser- und Abwasseranschlüsse nicht immer beliebig verschoben werden. Eine gute Badaufteilung verbindet deshalb Komfort mit dem technisch Sinnvollen.
Nicht mit den Möbeln anfangen
Bei der Badplanung passiert schnell ein typischer Fehler: Zuerst wird ein großer Waschtisch ausgesucht, anschließend eine Dusche und danach versucht man, alles irgendwie im vorhandenen Raum unterzubringen.
Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge. Zuerst werden Raummaße, Fenster, Türen, Schächte und vorhandene Anschlüsse betrachtet. Danach wird entschieden, welche Sanitärobjekte benötigt werden und welche Bewegungsflächen im Alltag frei bleiben sollen.
Besonders wenn Sie ein kleines Bad sanieren, macht diese Reihenfolge einen großen Unterschied. Auf wenigen Quadratmetern können bereits einige Zentimeter darüber entscheiden, ob sich eine Tür problemlos öffnen lässt oder der Durchgang unnötig eng wird.
Wer bei seinem vorhandenen Badezimmer noch nicht weiß, welche Bereiche sinnvoll verändert werden können, kann mit dem RADEX Bad-Check Bestand, Raumaufteilung und geplanten Sanierungsumfang zunächst einordnen.
Wo sollte die Dusche sitzen?
Die Dusche benötigt ausreichend Platz und eine technisch sinnvolle Entwässerung. Deshalb ist ihre Position häufig einer der wichtigsten Punkte im neuen Grundriss.
Wenn die vorhandene Dusche grundsätzlich gut liegt, kann es sinnvoll sein, diesen Bereich weiter zu nutzen. Soll dagegen die Badewanne durch eine Dusche ersetzt werden, bietet die bisherige Wannenfläche oft neue Möglichkeiten.
Bei einer bodengleichen Dusche kommt zusätzlich der Bodenaufbau ins Spiel. Ablauf, Gefälle und vorhandene Höhe müssen zusammenpassen. Eine Dusche nur deshalb auf die gegenüberliegende Raumseite zu setzen, weil sie dort auf dem Grundriss schöner aussieht, kann deshalb unnötigen technischen Aufwand verursachen.
Wie weit kann das WC versetzt werden?
Beim WC ist die Abwasserführung besonders wichtig. Anders als ein Badschrank lässt es sich nicht beliebig an jede Wand verschieben.
Natürlich können bei einer umfangreichen Sanierung Leitungswege verändert werden. Ob das im konkreten Badezimmer sinnvoll ist, hängt aber vom vorhandenen Aufbau und dem Nutzen der neuen Position ab.
Wenn ein versetztes WC den gesamten Grundriss deutlich verbessert, kann der zusätzliche Aufwand gerechtfertigt sein. Wird es dagegen nur um wenige Zentimeter verschoben, ohne dass dadurch mehr Bewegungsfläche oder eine bessere Nutzung entsteht, sollte man hinterfragen, ob die Änderung wirklich notwendig ist.
Wer Dusche, WC oder Waschtisch deutlich versetzen möchte, sollte die vorhandenen Anschlüsse früh betrachten. Der RADEX Heizung-&-Sanitär-Check hilft dabei, die technische Ausgangssituation rund um Leitungen und Sanitärinstallation passend zur geplanten Badaufteilung einzuordnen.
Waschtisch nicht zu groß planen
Ein Doppelwaschtisch klingt bei einer neuen Badsanierung zunächst attraktiv. Aber braucht das Badezimmer wirklich zwei Waschplätze? Und bleibt danach genügend Bewegungsfläche?
Besonders in kleineren Bädern kann ein kompakter Waschtisch mit einem gut geplanten Unterschrank die bessere Lösung sein. Dabei sollte nicht nur auf die Breite geachtet werden. Auch die Tiefe entscheidet darüber, wie viel Platz im Durchgang bleibt.
Wichtig ist außerdem die tägliche Nutzung. Vor dem Waschtisch sollte man bequem stehen können, ohne eine Tür zu blockieren oder direkt mit einer anderen Person im Raum zu kollidieren.
Die Badezimmertür gehört zum Grundriss
Die Tür wird auf Plänen gerne als einfache Linie behandelt. Im echten Badezimmer benötigt sie jedoch Platz zum Öffnen.
Bei einer nach innen öffnenden Tür kann ein großer Teil der Fläche zeitweise blockiert sein. Sanitärobjekte und Möbel dürfen nicht so positioniert werden, dass sie mit dem Türblatt kollidieren.
Bei einer umfassenden Sanierung kann geprüft werden, ob eine andere Türlösung sinnvoll und baulich möglich ist. Das gilt besonders dann, wenn langfristig ein besser zugängliches Badezimmer gewünscht wird.
Stauraum direkt mitplanen
Stauraum erst nach der fertigen Badplanung zu ergänzen, führt häufig zu zusätzlichen Schränken, die später Bewegungsfläche wegnehmen. Besser ist es, ihn direkt in den Grundriss zu integrieren.
Ein Waschtischunterschrank nutzt ohnehin benötigte Fläche. Ein Spiegelschrank schafft Platz, ohne zusätzliche Bodenfläche zu beanspruchen. Je nach Raum können schmale Hochschränke oder geplante Nischen weitere Möglichkeiten bieten.
Dabei sollte das Badezimmer nicht mit Stauraum überladen werden. Dinge, die täglich benötigt werden, gehören ins Bad. Große Vorräte können gegebenenfalls an anderer Stelle besser aufgehoben sein.
Leitungswege können Geld sparen
Nicht jede neue Badaufteilung muss sämtliche Anschlüsse verändern. Wenn vorhandene Leitungen sinnvoll genutzt werden können, kann das den technischen Aufwand reduzieren.
Das bedeutet nicht, dass ein schlechter Grundriss aus Kostengründen unverändert bleiben sollte. Es bedeutet lediglich, dass jede Veränderung einen erkennbaren Nutzen haben sollte.
Gerade bei den Badsanierung Kosten macht es einen Unterschied, ob Sanitärobjekte an ähnlichen Positionen bleiben oder Wasser- und Abwasserleitungen umfangreich angepasst werden müssen. Deshalb sollten Gestaltung und Technik nicht getrennt voneinander geplant werden.
Ein guter Grundriss funktioniert morgens um sieben
Ob das Badezimmer in Frankfurt, Darmstadt oder im übrigen Rhein-Main-Gebiet liegt, spielt für die wichtigste Frage keine Rolle: Funktioniert der Raum im echten Alltag?
Kann eine Person duschen, während eine andere am Waschtisch steht? Gibt es genügend Platz vor dem WC? Wo liegen Handtücher? Lässt sich die Tür öffnen, wenn jemand am Waschbecken steht? Und muss man jeden Morgen um Möbel herumgehen?
Ein guter Badezimmergrundriss muss nicht spektakulär aussehen. Er soll dafür sorgen, dass man über solche Dinge später gar nicht mehr nachdenken muss.
Wer die Aufteilung vor der Auswahl von Fliesen und Möbeln sauber plant, schafft damit die wichtigste Grundlage für ein Badezimmer, das nicht nur neu aussieht, sondern sich jeden Tag richtig anfühlt.
